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Mydriatische vs. non-mydriatische Funduskamera: Was ist der Unterschied?

Aktualisiert im November 2026 · ENOCHTEC Produktteam

Eine mydriatische Funduskamera fotografiert die Netzhaut, nachdem die Pupille mit Augentropfen erweitert wurde. Eine non-mydriatische Funduskamera richtet sich in einem abgedunkelten Raum mit Infrarotlicht aus und stellt damit scharf. So kann sie die Netzhaut geeigneter Patienten durch die natürliche Pupille aufnehmen – ohne Tropfen und ohne die Wartezeit, die eine Pupillenerweiterung mit sich bringt.

Wozu dient eine Funduskamera?

Eine Funduskamera fotografiert den Augenhintergrund: Netzhaut, Papille und Makula. Die Bilder lassen sich befunden, speichern und im Zeitverlauf vergleichen. Das macht sie nützlich für Screening-Programme, Augenoptiker, Augenarztpraxen und Klinikabteilungen.

Die wichtigste praktische Frage ist, ob die Pupille vorher erweitert werden muss. Davon hängt ab, wie lange eine Untersuchung dauert, welche Patienten aufgenommen werden können und wo die Kamera eingesetzt werden kann.

Mydriatisch und non-mydriatisch im Überblick

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Mydriatisch (mit Pupillenerweiterung)Non-mydriatisch (ohne Pupillenerweiterung)
Vorbereitung der PupillePupillenerweiternde Tropfen vor der AufnahmeBei geeigneten Patienten keine; der Raum wird abgedunkelt, damit sich die Pupille natürlich weitet
Zeit pro PatientLänger: Die Tropfen brauchen Zeit, bis sie wirkenKürzer: Die Aufnahme kann sofort beginnen
Nach der UntersuchungUnscharfes Sehen in der Nähe und Blendempfindlichkeit über mehrere Stunden sind häufigKeine Nachwirkungen einer Pupillenerweiterung
Kleine Pupillen, KataraktBesser geeignet, weil die Pupille weit geöffnet bleibtBegrenzt durch die minimale Pupillengröße der Kamera
Angiografie (FLA)Das übliche VorgehenErfordert eine angiografiefähige Version, in der Regel mit Pupillenerweiterung
Typischer EinsatzNetzhautsprechstunden, Angiografie, detaillierte DokumentationScreening-Programme, Augenoptiker, Praxen mit hohem Patientenaufkommen, mobile Einsätze

Wie funktioniert eine non-mydriatische Funduskamera?

In einem abgedunkelten Raum weitet sich die Pupille von selbst. Die Kamera nutzt Infrarotlicht, das der Patient kaum wahrnimmt, um die Pupille zu finden, auszurichten und scharfzustellen. Da Infrarotlicht die Pupille nicht verengt, bleibt sie geöffnet, bis das Bild mit einem kurzen sichtbaren Blitz aufgenommen wird.

Automatisierung spielt dabei eine große Rolle. Automatische Pupillensuche, Ausrichtung, Fokussierung und Belichtung verkürzen jede Untersuchung und machen die Ergebnisse unabhängiger von der Erfahrung des Bedieners. Bei manchen Modellen nimmt ein einziger Tastendruck beide Augen nacheinander auf.

Wann ist eine Pupillenerweiterung trotzdem nötig?

  • Pupillen kleiner als das Kameraminimum, was bei älteren Patienten und unter manchen Medikamenten häufig ist.
  • Dichte Katarakt oder andere Medientrübungen, bei denen eine weitere Pupille mehr Licht durchlässt.
  • Fluoreszenzangiografie (FLA) und andere Untersuchungen, die in der Regel mit erweiterter Pupille durchgeführt werden.
  • Detaillierte Darstellung der äußersten Peripherie über das hinaus, was Einzelbilder oder ein Mosaik abdecken.

Viele non-mydriatische Kameras können auch ein erweitertes Auge aufnehmen. Eine Praxis muss sich also nicht für alle Patienten auf ein Verfahren festlegen. Ob die Pupille erweitert wird, entscheidet die untersuchende Fachkraft.

Welcher Typ passt zu Ihrer Praxis?

  • Screening-Programme und Augenoptiker: Eine non-mydriatische Kamera mit niedriger Mindestpupille und automatischer Aufnahme hält den Patientenfluss zügig und vermeidet Nachwirkungen einer Pupillenerweiterung.
  • Mobile Einsätze, Untersuchungen am Krankenbett und an mehreren Standorten: eine tragbare oder handgehaltene non-mydriatische Kamera, die zum Patienten kommt.
  • Netzhautsprechstunden mit Angiografie: eine Tischkamera mit FLA- oder FAF-Funktion, für diese Untersuchungen mit Pupillenerweiterung.
  • Praxen, die beides brauchen: Eine non-mydriatische Tischkamera mit mydriatischem Modus deckt Routineaufnahmen und Fälle mit erweiterter Pupille ab.

Non-mydriatische Funduskameras von ENOCHTEC

Alle vier Funduskameras von ENOCHTEC nehmen 50° pro Bild auf. Die Tischmodelle können Bilder zu einem Mosaik von bis zu 135° zusammensetzen.

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ModellBauformMinimale PupilleHinweise
Kestrel 3100mTischgerät, automatisch≥2,8 mmAufnahme beider Augen mit einem Tastendruck; DICOM 3.0
RetiCam 3100Tischgerät mit integriertem Computer≥3,3 mmFLA und FAF bei bestimmten Versionen
Kestrel 300Tragbar, 3,6 kg mit Koffer≥3,0 mmSprachgeführte Aufnahme beider Augen
CFC-XHandgerät, unter 600 g2,5 mmWeiß- und Infrarot-LED; WLAN, USB, SD

Die Angaben stammen von den jeweiligen Produktseiten. Konfiguration, Zubehör und Dokumentation werden im Angebot für Ihren Markt bestätigt.

Einen direkten Vergleich mit Bildauflösung und Datenanbindung finden Sie im Ratgeber für Funduskameras.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer mydriatischen und einer non-mydriatischen Funduskamera?

Eine mydriatische Funduskamera wird nach der Erweiterung der Pupille mit Augentropfen eingesetzt. Eine non-mydriatische Funduskamera richtet sich in einem abgedunkelten Raum mit Infrarotlicht aus und stellt damit scharf. So kann sie die Netzhaut geeigneter Patienten ohne Tropfen durch die natürliche Pupille aufnehmen.

Kann eine non-mydriatische Funduskamera auch mit Pupillenerweiterung verwendet werden?

Ja. Viele non-mydriatische Kameras können auch ein erweitertes Auge aufnehmen. Die Tisch-Funduskameras von ENOCHTEC bieten für Fälle, die es erfordern, einen mydriatischen Modus.

Welche Mindestpupille braucht eine non-mydriatische Funduskamera?

Das hängt von der Kamera ab. Die Modelle von ENOCHTEC geben eine Mindestpupille von 2,5 mm (Handgerät CFC-X) bis 3,3 mm (RetiCam 3100) an. Je kleiner der Wert, desto mehr Patienten lassen sich ohne Tropfen aufnehmen.

Ist eine Fluoreszenzangiografie mit einer non-mydriatischen Kamera möglich?

Eine Fluoreszenzangiografie wird in der Regel mit erweiterter Pupille durchgeführt und erfordert eine Kameraversion mit Angiografiefunktion. Bei ENOCHTEC sind FLA- und FAF-Aufnahmen bei bestimmten Versionen der RetiCam 3100 verfügbar.

Welches Bildfeld erfasst eine Funduskamera?

Die Funduskameras von ENOCHTEC erfassen 50° pro Bild. Die Tischmodelle können mehrere Bilder, die an verschiedenen Fixierpunkten aufgenommen wurden, zu einem Mosaik von bis zu 135° zusammensetzen.

Sie suchen eine Funduskamera für Ihre Praxis?

Sagen Sie uns, wo die Aufnahmen entstehen, welche Patienten Sie typischerweise untersuchen und wie die Bilder in Ihre Dokumentation gelangen sollen. Wir empfehlen ein Modell und senden Ihnen ein Angebot.

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Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information für Geräteeinkäufer. Klinische Entscheidungen, auch über eine Pupillenerweiterung, treffen qualifizierte Augenfachkräfte.